{"id":1656,"date":"2018-07-31T08:30:05","date_gmt":"2018-07-31T08:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastianus-wesseling1.nrw\/?p=1656"},"modified":"2018-08-02T11:08:11","modified_gmt":"2018-08-02T11:08:11","slug":"500-jahre-st-sebastianus-schuetzenbruderschaft-wesseling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastianus-wesseling.nrw\/?p=1656","title":{"rendered":"500 Jahre St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Wesseling"},"content":{"rendered":"<p><strong>500 Jahre St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Wesseling vor 1518 e.V.<\/strong><\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Freude und Stolz blicken wir auf das Jubil\u00e4um des 500-j\u00e4hrige Bestehens unserer St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Wesseling vor 1518 e.V. Wir alle wissen, die Zukunft wird anders aussehen als die vergangenen f\u00fcnf Jahrhunderte. Hierauf gilt es sich einzurichten.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, wir gehen \u00fcber in eine neue Zukunft, dabei sind wir gut ger\u00fcstet mit den gro\u00dfen Erfahrungen der vergangenen 500 Jahre. Dennoch sollte aber all das in die Zukunft \u00fcbernommen werden, was uns in der Vergangenheit geholfen, gen\u00fctzt und gest\u00fctzt hat, eine geachtete und beachtete Bruderschaft zu sein.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge der Geschichte unserer Bruderschaft lassen sich bis ins Jahr 1518 nachweisen.<\/p>\n<p>In einer Aufzeichnung des K\u00fcsters Wienand von Wesseling hei\u00dft es: Anno 1518 ob Sent Blasius Tach haint die Brodermeister unserer lieben Frauen ond Sent Germanus ond die Brodermeister Sent Sebastianus ond die ganze Gemeine etzlich Land verkaufft, dat die zwe Broderschaften geg\u00f6ven\u2026.es bestand\u00a0 demnach sicherlich eine etablierte Bruderschaft.<\/p>\n<p>Es ist sicher, dass Sch\u00fctzen aus We\u00dflingen an dem gro\u00dfen Schie\u00dfspiel teilnahmen, das 1581 auf dem Neumarkt zu K\u00f6ln stattfand. In den Wirren des 30j\u00e4hrigen Krieges von 1618-1648 geriet unsere Bruderschaft in Vergessenheit.<\/p>\n<p>Im Kirchenregister von 1679 finden wir\u00a0 von Pfarrer Johannes Dor den Eintrag: Bruderschaft unter dem Schutze des Mitpatrons St. Sebastian, die 1679 mit apostolischer Erlaubnis wie aus drei Bullen und Breven hervorgeht und mit vollkommenen Ablassen versehen in der Wesselinger Pfarrkirche wieder hergestellt oder vielmehr von Neuem errichtet wurde. Am 19. Januar 1682 \u00fcbertrug Pator Grapolius die aus dem Kloster Sion gestifteten Reliquien des hl. Sebastianus in unsere Pfarrkirche St. Germanus. War die Bruderschaft bisher nur m\u00e4nnlichen Mitgliedern vorbehalten, f\u00fchrt ein Verzeichnis gegen Ende des 17. Jahrhunderts an Mitgliedern 82 M\u00e4nner, 85 Frauen, 14 Junggesellen und 28 Jungfrauen auf. Unter Ihnen viele bekannte Pers\u00f6nlichkeiten aus Br\u00fchl, K\u00f6ln und Bonn. Auch wurde in dieser Zeit dem Schutzpatron St. Sebastianus in der Kirche ein Altar geweiht. 1789 erfolgte ein generelles Verbot der Sch\u00fctzengilden durch die franz\u00f6sische Revolutionsarmee. Im Jahr 1819 k\u00fcnden 36 Artikel von der Reorganisation unserer Bruderschaft. Carl Joseph Hirter, \u201eSecretair\u201c der Sch\u00fctzen schrieb sie correkt ins Hauptbuch ein, um es der Nachkommenschaft sauber zu erhalten.<\/p>\n<p>Die K\u00f6nigskette war seit je her das \u00e4u\u00dfere W\u00fcrdezeichen, ein Kleinod und kostbarster Besitz der Sch\u00fctzengesellschaft. Mit jeder vom neuen K\u00f6nig gestifteten Plakette aus reinem Silber, in fr\u00fcheren Jahren auch reich verziert, gewann sie an ideellem Wert. Das noch erhaltene\u00a0 K\u00f6nigssilber von 1858 bis 1935 schlie\u00dft 57 solcher Plaketten ein. Die derzeitige K\u00f6nigskette wurde 1965 von Sch\u00fctzenbruder Dr. Christian Breuer gestiftet. Christian Breuer war auch erster K\u00f6nig nach dem zweiten Weltkrieg \u2013mit der Armbrust geschossen! Die Armbrust besitzen wir auch noch. Eine noch erhaltene Fahne aus dem Jahr 1886 wird wie ein Schatz geh\u00fctet und gepflegt.<\/p>\n<p>Die Wesselinger Bruderschaft konnte auch \u00fcber eigene Schie\u00dfpl\u00e4tze verf\u00fcgen, noch heute weisen Pfeilstra\u00dfe und Bogenstra\u00dfe darauf hin. Doch mussten die Sch\u00fctzen aus Sicherheitsgr\u00fcnden der K\u00f6ln-Bonner-Eisenbahn weichen (um 1900) und sp\u00e4ter weil der n\u00e4chste Schie\u00dfplatz f\u00fcr den Wohnungsbau ben\u00f6tigt wurde (um 1950).<\/p>\n<p>Heute ist die St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Wesseling freundschaftlich dem Bezirksverband Br\u00fchl angeschlossen und Mitglied im Bund der historischen Deutschen Sch\u00fctzenbruderschaften.<\/p>\n<p>In jeder Gemeinschaft gibt es Menschen, die f\u00fcr ihre Ideale und eben f\u00fcr diese Gemeinschaft ungez\u00e4hlte Stunden in aller Stille opfern, sie erwarten weder Dank noch Entsch\u00e4digung. K\u00f6nnte eine Bruderschaft existieren ohne diese stillen Idealisten? An dieser Stelle ihnen allen herzlichen Dank. In Geiste dieser Zusammengeh\u00f6rigkeit k\u00f6nnen wir nun in diesem Jahr alle gemeinsam stolz unser 500j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>500 Jahre St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Wesseling vor 1518 e.V. 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